14.1. Die moderne Hirnforschung liefert nicht nur anatomische Schnitte, sondern auch elektroenzephalographisch und anderswie gemessene Daten zu neuronalen Aktivitäten im Gehirn. Demzufolge lassen sich schlaftypische neuronale Aktivitätsmuster ausmachen – und auch ein typisches Datenbild dem Traumschlaf zuordnen. Freilich decken solche typischen Messbilder weder die ebenfalls häufigen „untypischen“ Fälle, noch besagen sie viel über die Traumerfahrung selbst, die man eben nicht messen kann – sondern stets „parallel“ erfragen muß, um die Meßdaten überhaupt zuzuordnen. Hirnphysiologie kreist damit bestenfalls einige Begleitumstände des Träumens ein. Eine Erklärung des Träumens gibt sie uns nicht.
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